Diesmal habe ich mir das Muster Kumimari 39 ausgesucht. Da dieses Muster für 24 Fäden ist, musste ich mir erst mal eine größere Scheibe basteln mit 48 Kerben, die kleine hat ja nur 32 Kerben und ist nur für 20 Fäden gedacht.
Leider kommt das Muster nicht so gut zur Geltung wie in der Anleitung, wegen den zu ähnlichen Blautönen. Aber es macht trotzdem Spaß.
Ausgangslänge der 24 Fäden war 2m. Die fertige Kordel ist 1m.
Die Kordeln für den Träger sind fertig gedreht. Duch die neue Erfindung meines Vaters ging es diesmal viel schneller. Er hat einen Kopf für den Akkuschauber gebaut, der die 4 Korden einzeln drehen kann und wenn man dann eine Sperre rein macht dreht man dann die 4 einzelnen Kordeln zu einer zusammen. Und das alles aus Betriebseigenen Mitteln. (Wozu doch alte abgefahrene Inlineskaterrollen alles gut sind.)
Diesmal habe ich die Kordeln 5,20m lang gemacht, also doppelt genommen dann 2,60m, vor dem Drehen. Die fertigen Kordeln sind dann 2,00m. 28 Kordeln breit soll der träger werden.
Und da ich vorwitzig war, habe ich natürlich direkt mal die Kordeln aufgesteckt und angefangen.
Da ich ja von dem Träger für die Wayuu mochila noch Kordel übrig hatte, habe ich noch ein wenig herumexperimentiert. Da es ja nicht wirklich viel Anleitung für ply split braiding gibt, habe ich einfach ausprobiert.
Dabei habe ich festgestellt, dass Rautenmuster weniger Kordel verbraucht als Zackenmuster, welches ich viel beim Träger der Wayuu mochila verwendet habe. Allerdings je kleiner man die Rauten macht, um so größer werden die Löcher dazwischen, was für die Stabilität nict so gut ist.
Fast 1 m ist der Träger lang geworden. Er wird später die Wolltasche zieren, die aus dem 1. Boden der Mochila entstehen wird, der ja zu spitz geworden war.
Der Anfang ist geschafft. Es war schon ein wenig schwer, zuerst klappte es überhaupt nicht. Die Anleitung zum ply split braiding habe ich hier gefunden, leider auf niederländisch.
Nachdem ich dann nach den ersten Fehlversuchen noch mal genau hingeschaut habe, fiel mir auf, dass meine Kordeln anders herum drehen. Es konnte so also garnicht klappen. Ich musste also alles umdenken und von links nach rechts arbeiten statt von rechts nach links, dann funktionierte es auch.
Meine 20 Kordeln:
Mein Gripfid aus einer günstigen Rundstricknadel gemacht:
Jetzt kann ich also richtig loslegen. Für die nächsten Kordeln weiß ich jetzt. erst rechts herum drehen und dann links herum. Wir haben es genau anders rum gemacht. Und beim nächsten mal müssen die Kordeln noch fester gedreht werden.
Da mir heute die Finger vom vielen Tapestry häkeln zu weh taten, habe ich mich schon mal mit Kumihimo beschäftigt. Das ist eine alte japanische Flechtkunst.
Mit dieser Technik möchte ich die Kordel für meine Wayuu mochila machen. Natürlich wollte ich die Probekordel ja nicht einfach nur so machen, also habe ich einen kleinen Anhänger für den Autoschlüssel gemacht.
Wie das geht wird in diesem Video sehr schön erklärt.
Da ich aber nicht weiß, ob mir das Spaß macht, habe ich mir die Scheibe, die man dazu braucht natürlich nicht gekauft, sondern selber gemacht.
Sie ist zwar nicht schön, aber zum probieren reicht es.
Leider hat sie zu wenig Kerben für die Kordel für die mochila, da ich diese mit 5 Farben machen möchte. Also werde ich morgen wohl noch ein paar Kerben rein sägen müssen.